Das Land Nepal

Nepal liegt in Südostasien, grenzt im Nordosten an China und im Südwesten an Indien. Nepal hat rund 24 Millionen Einwohner und eine Fläche von ungefähr 147000 km². Statistisch gesehen liegt die Bevölkerungsdichte mit etwa 145 Menschen pro km² weit unter der der Bundesrepublik.
Die Hauptstadt ist Kathmandu, in der sich der landesweit einzige internationale Flughafen des Landes befindet. In der Hauptstadt leben zurzeit etwa 850.000 Menschen. 80 Prozent der Bevölkerung sind Angehörige des Hinduismus, rund 15 Prozent Buddhisten sowie Minderheiten von Muslimen, Christen und kleineren Glaubensrichtungen. Nepal besteht aus über 100 verschiedenen ethnischen Gruppen und Kasten, und es werden landesweit mehr als 70 unterschiedliche Sprachen und Dialekte gesprochen. Offizielle Landessprache ist Nepali.
40 Prozent des Landes liegen über 3000 Meter. In Nepal befinden sich acht der vierzehn weltweit existierenden Achttausender, doch es gibt auch dichten subtropischen Dschungel mit Nashörnern und Tigern. Im Gegensatz zu den Bergregionen ist das Terai, als nepalesischer Teil der Gangesebene mit fruchtbaren, wenig erosionsgefährdeten Böden, guten Bewässerungsmöglichkeiten und ganzjährig frostfreiem Klima eine landwirtschaftlich wertvolle Region.
Zwischen Stadt- und Landbevölkerung herrscht eine große Wohlstandskluft, ca. 40 Prozent der Nepali leben unterhalb der Armutsgrenze. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei 18 Euro.
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Analphabeten. Der größte Teil der Bevölkerung, ca. 80 Prozent, arbeitet in der Landwirtschaft, wobei der Anteil am Bruttoinlandprodukt in diesem Bereich nur bei 41 Prozent liegt. 17 Prozent der Nepali arbeiten in der Industrie. Die industriellen Bedingungen in Nepal sind allerdings aufgrund der schlechten Infrastruktur und der hohen Gefahr von Naturkatastrophen schlecht. Lediglich 3 Prozent der Bevölkerung ist im Dienstleistungssektor beschäftigt, der aber immerhin 37 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmacht. Jedes Jahr reisen etwa 300.000 Menschen nach Nepal.
Projektvorstellung Nepal
Im Jahr 1988 gründet der buddhistische Mönch Lama Göndup im nordindischen Manali die erste Kailash-Bodhi-School. Kinder von tibetischen Flüchtlingen und Wanderarbeitern aus dem tibetisch-nepalesischen Grenzgebiet sollen hinfort trotz oder wegen der Armut ihrer Familien eine solide Schulbildung erhalten mit dem Ziel, die Spirale der Armut zu unterbrechen. Vermittlung der tibetischen Sprache, Kultur und Religion ist ein weiteres wichtiges Anliegen. Die kleine Schule wächst bald auf 100 Schulkinder an. Sie erhält aber aus bürokratischen Gründen in Indien nicht die Genehmigung zum High-School-Abschluss. Sie wird daher bis heute als Grundschule mit 5 Klassen weitergeführt. Seit ihrer Gründung ist die kleine Schule auf Grund der Armut ihrer Nutzer auf finanzielle Unterstützung von außen angewiesen. Durch die Patenschaft für ein Kind bekommt Bärbel Reinschmidt, Lehrerin in Kirchentellinsfurt Kontakt zur Schule, der durch einen langjährigen Asienaufenthalt später intensiviert wird
Um begabten Schülern einen High-School-Abschluss zu ermöglichen, gründet Lama Göndup 1993 in Bodnath bei Kathmandu, wo viele tibetstämmige Menschen wohnen und ein berühmtes buddhistisches Heiligtum steht, eine zweite Schule, die von den nepalesischen Kulturbehörden die erforderlichen Genehmigungen erhält. Im Internat dieser Schule leben Kinder aus Manali und den Grenzgebieten zwischen Nepal und Tibet/ Indien, um einen qualifizierten Abschluss zu machen. In der Ganztagesschule erhalten Schülerinnen und Schüler täglich drei einfache Mahlzeiten, was für die Ärmsten unter ihnen bedeutet, wenigstens an Schultagen satt zu werden. Da das staatliche Schulsystem nicht flächendeckend arbeitet und keine Kontinuität anbietet gibt es in Nepal zahlreiche Privatschulen, in die wohlhabende Nepali ihre Kinder schicken, um ihnen eine gute abgeschlossene Ausbildung zu garantieren. Auch die Kailash Bodhi Scool ist eine Privatschule, die viele zahlende Schüler hat. Das besondere ist aber, dass sie bewusst auch viele Schüler aus ärmsten Schichten aufnimmt, nicht zuletzt aus den die Schule umgebenden Slums. So leistet sie Integrations- und Bildungsarbeit auf höchstem Niveau. Bei der zentral abzulegenden Abschlussprüfung sind die Schüler der Kailash Bodhi School seit Jahren unter den besten des Landes. Auch dieses guten Rufes wegen ist die Schülerzahl auf über 800 angewachsen, davon ca. 120 Internatsschüler, die ihre Familien der großen Entfernungen wegen oft ein ganzes Jahr lang nicht sehen.
Nicht zuletzt weil die Kapazitäten in Bodnath an Grenzen stoßen aber auch um mehr Kindern aus Nord-West-Nepal den Verbleib in ihrer Region zu ermöglichen hat nach dem Abklingen der Maoistischen Unruhen im Sommer 2006 die dritte Kailash Bodhi Scool in Jumla mit 2 Lehrern und 60 Schülern ihren Betrieb aufgenommen. Auf finanzielle Unterstützung sind alle drei Zweige der Schule

Förderkreis Patenschulen e.V.